Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen zu Epilepsie — und zu Epilepsy Mate selbst.

Über Epilepsie

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, bei der das Gehirn dazu neigt, wiederkehrende, unprovozierte Anfälle zu erzeugen — plötzliche Entladungen abnormaler elektrischer Aktivität, die kurzzeitig verändern, wie sich ein Mensch bewegt, fühlt oder wie bewusst er ist. Sie gehört weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, betrifft laut Weltgesundheitsorganisation rund 50 Millionen Menschen und kann in jedem Alter beginnen.

Sind alle Anfälle Epilepsie?

Nein. Ein einzelner Anfall bedeutet nicht, dass jemand Epilepsie hat — Anfälle können durch Fieber, stark abgesunkenen Blutzucker, Alkoholentzug oder eine akute Kopfverletzung ausgelöst werden. Epilepsie wird in der Regel diagnostiziert, wenn jemand zwei oder mehr unprovozierte Anfälle hatte oder einen Anfall mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterer Anfälle. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt anhand der Vorgeschichte, der Untersuchung und von Tests wie einem EEG.

Was verursacht Epilepsie?

Es gibt viele mögliche Ursachen: genetische Faktoren, Hirnverletzungen, Schlaganfall, Infektionen des Gehirns, Tumoren oder Besonderheiten der Hirnentwicklung. Bei etwa der Hälfte der Menschen mit Epilepsie wird nie eine konkrete Ursache gefunden. Eine unbekannte Ursache steht einer wirksamen Behandlung nicht im Weg.

Was soll ich tun, wenn jemand einen Anfall hat?

Bleiben Sie ruhig und bleiben Sie bei der Person. Helfen Sie ihr bei Bedarf auf den Boden, drehen Sie sie vorsichtig auf die Seite, legen Sie etwas Weiches unter ihren Kopf und räumen Sie gefährliche Gegenstände weg. Halten Sie die Person nicht fest und stecken Sie ihr niemals etwas in den Mund. Stoppen Sie die Dauer des Anfalls. Rufen Sie den Notruf, wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert, sich ohne Erholung wiederholt oder wenn die Person verletzt oder schwanger ist, sich im Wasser befindet oder danach Atemprobleme hat.

Kann Epilepsie behandelt werden?

Ja. Mit dem passenden Anfallsmedikament können etwa zwei von drei Menschen mit Epilepsie anfallsfrei werden. Wenn Medikamente allein nicht ausreichen, kommen Optionen wie Epilepsiechirurgie, Neurostimulationsgeräte oder diätetische Therapien infrage — immer unter fachärztlicher Betreuung.

Was ist ein Anfallsauslöser?

Ein Auslöser ist etwas, das bei einem Menschen mit Epilepsie einen Anfall wahrscheinlicher macht — häufige Beispiele sind vergessene Medikamente, Schlafmangel, Stress, Alkohol, Krankheit und bei einer kleinen Minderheit auch flackerndes Licht. Auslöser sind von Person zu Person verschieden — genau deshalb ist ein Tagebuch über Anfälle und ihre Begleitumstände so nützlich.

Was ist eine Aura?

Eine Aura ist ein Warnsignal, das manche Menschen bemerken, bevor sich ein Anfall ausbreitet — zum Beispiel ein ungewöhnlicher Geruch, ein aufsteigendes Gefühl im Magen, ein Déjà-vu oder plötzliche Angst. Eine Aura ist eigentlich bereits der Beginn eines fokalen Anfalls. Auren zu dokumentieren hilft Ihnen und Ihrem Behandlungsteam zu verstehen, wo Anfälle beginnen, und kann Ihnen Zeit geben, eine sichere Position einzunehmen.

Können Menschen mit Epilepsie ein normales Leben führen?

Die meisten Menschen mit Epilepsie studieren, arbeiten, gründen Familien und genießen Sport und Reisen. Eine gute Anfallskontrolle, vernünftige Sicherheitsgewohnheiten und Unterstützung machen den größten Unterschied. Manche Aktivitäten sind gesetzlich geregelt — die Regeln zum Autofahren etwa hängen von Ihrem Land und davon ab, wie lange Sie anfallsfrei sind. Besprechen Sie die Einzelheiten daher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Über die App

Ist Epilepsy Mate kostenlos?

Sie können alles 7 Tage lang kostenlos ausprobieren. Nach der Testphase erfordert Epilepsy Mate ein Abonnement (monatlich oder jährlich), das alle Ihre Geräte abdeckt. Die lokalen Preise werden in der App angezeigt. Ihre Daten bleiben sicher gespeichert, auch wenn Ihr Abonnement ausläuft.

Auf welchen Geräten funktioniert die App?

Epilepsy Mate läuft auf iPhone, Android, Smartwatches (Apple Watch und Wear OS) und in jedem modernen Webbrowser unter app.epilepsymate.com. Ein einziges Konto hält Ihr Tagebuch überall synchron, und mit den Uhren-Apps erfassen Sie einen Anfall mit zwei Tipps direkt am Handgelenk.

Sind meine Gesundheitsdaten privat?

Ja. Ihre Einträge werden bei der Übertragung verschlüsselt, durch Sicherheitsregeln auf Zeilenebene geschützt, sodass nur Ihr Konto sie lesen kann, niemals verkauft und niemals für Werbung verwendet. Sie können Ihre Daten jederzeit exportieren oder Ihr Konto in den App-Einstellungen dauerhaft löschen.

Kann ich meine Daten mit meiner Ärztin oder meinem Arzt teilen?

Ja. Sie können einen sicheren, schreibgeschützten Berichtslink erstellen oder Zusammenfassungen Ihrer Anfälle, Medikamente und Verläufe exportieren — so gestaltet, dass Ihre Neurologin oder Ihr Neurologe in der Sprechstunde Monate an Verlauf auf einen Blick durchsehen kann.

Was ist der KI-Anfallscoach?

Der KI-Anfallscoach analysiert die Daten, die Sie erfasst haben — Anfälle, Medikamente, Schlaf, Auslöser — und beantwortet Ihre Fragen dazu in verständlicher Sprache. Da er Ihre erfasste Historie bereits als Kontext hat, müssen Sie Ihre Situation nie bei jeder Frage neu erklären — jede Antwort geht von Ihren realen Daten aus. Er kann tiefgehende Musteranalysen durchführen und alltägliche Fragen beantworten. Er dient ausschließlich der Aufklärung: Er gibt niemals medizinischen Rat und ersetzt niemals Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Erkennt oder prognostiziert die App Anfälle?

Nein. Epilepsy Mate ist ein Tagebuch- und Auswertungswerkzeug, kein Medizinprodukt. Die App erkennt, prognostiziert, diagnostiziert oder behandelt keine Anfälle und darf nicht zur Sicherheitsüberwachung eingesetzt werden. Wenn Sie eine Anfallserkennung benötigen, sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam über spezielle Überwachungsgeräte.

Können Angehörige oder Eltern die App nutzen?

Ja. Viele Angehörige führen das Tagebuch für ein Familienmitglied, und ein vereinfachter Kindermodus zeigt nur eine einfache Seite zum Erfassen von Anfällen — so kann ein Kind oder eine Hilfsperson ein Ereignis eintragen, ohne die vollständige App zu sehen.

Welche Sprachen werden unterstützt?

Epilepsy Mate ist auf Englisch, Arabisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch verfügbar — in den Apps, in der Web-App und auf dieser Website. Auch E-Mails wie Anmeldelinks kommen in Ihrer Sprache an.

Epilepsy Mate ist kein Medizinprodukt und bietet keine medizinische Beratung. Besprechen Sie Ihre Behandlung immer mit Ihrem Arzt.